Wie pflanze ich...

Bambus

Info

Bambus kommt natürlicherweise in unterschiedlichen Klimazonen vor. Es gibt Bambusse, die in unserem Klima problemlos gedeihen und tiefe Wintertemperaturen ertragen. Andere gedeihen nur in Gebieten mit mildem Klima oder benötigen einen Winterschutz. Tropische Bambus-­Arten sind auf einen geheizten Wintergarten angewiesen.

Bambus im Garten

Bambus gedeiht in jedem normalen Gartenboden. In sandigen und sehr schweren Böden ist sein Wuchs allerdings nicht so üppig. Was der Bambus nicht erträgt, sind Böden mit Staunässe. Gewisse Bambusse benötigen einen sonnigen Standort, andere eher einen halbschattigen bis schattigen. Neben dem Standort ist auch die gestalterische Wirkung ein Kriterium bei der Wahl der Art.

A

Pflanzung

  • Bei Ausläufer treibenden Arten evtl. eine Rhizomsperre einbauen (siehe unten).
  • A Bambus im Container vor dem Setzen gut giessen.
  • Genügend grosse Pflanzgrube ausheben (mindestens doppelter Ballengrösse). Boden in der Pflanzgrube spatentief lockern (Gemäss Grafik).
  • Um dem Bambus ein Nährstoffdepot zur Verfügung zu stellen, am Boden des Pflanzloches etwa 2 bis 3 l gut verrotteten Kompost einbringen.
  • Container vom Wurzelballen entfernen und Wurzelballen mit dem Messer an mehreren Stellen ca. 1 cm tief einschneiden.
  • Die Pflanze so tief in die Grube stellen, dass der Ballen bündig mit der Bodenoberfläche zu stehen kommt. In ganz lockeren Böden können Bambusse evtl. etwas tiefer gepflanzt werden.
  • Die Erde der Kulturschicht evtl. mit Kompost oder feuchtem Pflanzsubstrat mischen, rund um den Ballen einfüllen und etwas andrücken.
  • Einschwemmen (mit reichlich Wasser giessen) und eine Giessmulde erstellen.
  • Abschliessend kann der Boden mit Kompost (2 bis 3 l/m²), Mulch oder Laub abgedeckt werden.
B

Einbau einer Rhizomsperre

Verschiedene Bambus-Arten treiben Ausläufer und können sich dadurch im Garten in unerwünschtem Ausmass ausbreiten. Ideal sind daher Standorte, an denen sich der Bambus breit machen darf oder wo er bereits eine Grenze findet, zum Beispiel bei einer Mauer, die aber mindestens 60 cm in den Boden reichen muss. Fehlt eine solche Grenze, wird eine sogenannte Rhizomsperre eingebaut. Am besten eignen sich spezielle Rhizomsperren in Form von Kunststofffolien (im Fachhandel erhältlich). Die Rhizomsperre muss mindestens 60 bis 100 cm in den Boden reichen.

Beim Einbau der Rhizomsperre ist wie folgt vorzugehen:

  • B Ein qualitativ hochstehendes Produkt wählen, welches sich sicher verschliessen lässt.
  • Rund um den späteren Standort ein genügend tiefer Graben ausheben.
  • Rhizomsperre sorgfältig in den Graben stellen. Unbedingt darauf achten, dass Fugen und Anschlüsse dicht sind, damit die Bambus-­Rhizome nicht durch Ritzen in die Umgebung hinauswachsen können. Die Rhizomsperre sollte fertig montiert ca. 5 cm über den Boden hinausragen.
  • Graben zuschütten. Bei Phyllostachys wird der Boden am inneren Rand der Rhizomsperre ca. 20 cm breit gut verdichtet.

Spezialfall Phyllostachys

Bambusse der Gattung Phyllostachys sind konkurrenzstark und von sehr kräftigem Wuchs. Dies trifft vor allem auf die unterirdischen Sprossteile, die Rhizome, zu. Als Rhizomsperre für Phyllostachys dürfen nur qualitativ hochwertige Produkte verwendet werden. Die Rhizomsperre muss mindestens 100 cm tief in den Boden reichen und sorgfältig montiert werden. Je nach Bodenbeschaffenheit bleibt ein Risiko, dass Phyllostachys unter der Rhizomsperre hindurchwächst.

Bambus-Arten der Gattung Phyllostachys sind nicht geeignet zur Bepflanzung von Dachterrassen und Dächern von Tiefgaragen.

C

Pflege, Bewässerung, Düngung

Bambus braucht nur eine geringe Pflege. Man muss abgestorbene Halme möglichst bodeneben abschneiden. Darüber hinaus ist es Geschmacksache, ob der Bambus eher dicht wie in der Natur oder locker und elegant stehen soll.

C Bei Bambussen in Rhizomsperren muss man die über die Sperre hinauswachsenden Rhizome regelmässig abschneiden.

Bambus benötigt, besonders in Trockenperioden, eine Bewässerung. Der Wurzelbereich darf nie ganz austrocknen. Zu hohe Wassergaben können aber zu Staunässe führen.

Eine reichliche Düngung, entweder durch gut verrotteten Mist oder einen stickstoffhaltigen Handelsdünger, stellt ein gutes Gedeihen sicher.

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